In einem Restaurant erwischt uns die Speisekarte wie ein alter Stadtplan: voll von vertrauten, aber mittlerweile verlassenen Plätzen. Schnitzel und Pommes wird von einem Kellner empfohlen, während wir mutig neue kulinarische Gefilde erkunden. Ist es Fortschritt oder einfach nur ein Hunger, der sich verirrt hat? Wer weiß das schon!
Kategorie: Abnehmen
Donnerstagabend, vier Leute, drei essen Carbonara und einer bestellt Salat. Der Witz über „Salattyp“ kommt nicht gut an, und die Dynamik am Tisch verändert sich. Plötzlich wird es leiser. Freundschaften basieren auf Gewohnheiten und als einer anders wird, merkt man die Lücke. Aber es gibt auch neue Freunde, die anders ticken.
An einem Freitagabend wird die Pizza zu einem Ritual, das nicht länger von Schuldgefühlen geprägt ist. Ein Wandel von Reue zu Akzeptanz, wo Essen nicht mehr als Feind, sondern als Teil des Lebens betrachtet wird. Der Schlüssel liegt im Verzicht auf Selbstbestrafung und im Loslassen von erdrückenden Erwartungen.
Neulich gefragt: „Was ist dein Zielgewicht?“ Antwort: keine Ahnung! Während andere auf die perfekt gebaute Diät-Landschaft warten, mache ich einfach den Spatenstich. Kein Ziel heißt weniger Druck – einfach in die richtige Richtung bewegen. Die beste Zahl? Na, weniger als vorher und mehr als genug! Wer braucht schon genaue Pläne?
160 Kilo auf einer Matratze – das war kein Schlaf, das war eine Nachtschicht in einer schlecht belüfteten Fabrik. Heute schläft die Maschine. Kein Reflux, kein Schnarchen, dafür Tiefschlaf und Morgende ohne Sand in den Gelenken. Der leiseste Gewinn von allen.
Meine 160-Kilo-Vergangenheit war eine Materialschlacht ohne Bilanz. Heute zerlege ich Proteinketten wie Ankerketten auf einem Schiffsfriedhof und verstehe die 30-Prozent-Bearbeitungsgebühr der Biologie. Warum Fett energetisch schummelt und meine ATP-Turbine niemals stillstehen darf. Eine trockene Bilanzierung meiner täglichen Energiewährung.
Sechzig Kilo sind weg, aber der Kopf hinkt hinterher. Ein Essay über das „Phantomschwergewicht“ im Spiegel, die Paranoia vor zerbrechenden Stühlen und den Beamten im Gehirn, der die neuen Körpermaße einfach noch nicht abgestempelt hat.
Zahlen schaffen Klarheit, auch beim Essen. Doch warum müssen Ernährungsdaten in der Cloud landen? Aus diesem Gedanken entstand „Kennwert“: Ein Kalorien-Tracker, der konsequent auf Privatsphäre setzt. Keine Registrierung, reine lokale Speicherung, kostenlos. Ein digitales Werkzeug für alle, die ihre Bilanz kennen, aber nicht teilen wollen.
Intervallfasten klingt immer nach Fitnessstudio für Fortgeschrittene – dabei will ich nur endlich wieder den Hosenknopf zu bekommen, ohne dass er zur Gefahr für Dritte wird.
Früher war ich einfach: voll oder leer. Heute gibt es Zwischentöne. Mein Körper hat wieder eine Stimme bekommen. Wir reden wieder miteinander – und das ist mehr, als ich erwartet hatte.
Kleidung ist mehr als Stoff – sie spiegelt unser Selbstbild wider. Nach meiner Abnahme von über 50 Kilo begann ich, meinen Stil neu zu entdecken. Vom Verstecken hinter Business-Hemden bis hin zu Jogginghosen im Meeting – ein persönlicher Weg zu mehr Selbstbewusstsein und Freiheit.
Ich lasse durch Intervallfasten tatsächlich eine Mahlzeit weg – meistens das Frühstück. Für mich fühlt sich das aber weniger nach Verzicht an, sondern eher wie eine Pause für den Körper.