In einer Fußgängerzone bleibt jemand vor einem Schaufenster stehen, und ich brauche zwei Sekunden, bis ich verstehe, dass dieser Jemand ich bin. Im Glas steht
Kategorie: Achtsamkeit
Die Akte kennt mich besser als mein Hausarzt. Fünfzehn Jahre Befunde, Laborblätter, Überweisungen — alles abgeheftet, alles korrekt. Nur dass sie von einem anderen Menschen
An einem Freitagabend wird die Pizza zu einem Ritual, das nicht länger von Schuldgefühlen geprägt ist. Ein Wandel von Reue zu Akzeptanz, wo Essen nicht mehr als Feind, sondern als Teil des Lebens betrachtet wird. Der Schlüssel liegt im Verzicht auf Selbstbestrafung und im Loslassen von erdrückenden Erwartungen.
Neulich gefragt: „Was ist dein Zielgewicht?“ Antwort: keine Ahnung! Während andere auf die perfekt gebaute Diät-Landschaft warten, mache ich einfach den Spatenstich. Kein Ziel heißt weniger Druck – einfach in die richtige Richtung bewegen. Die beste Zahl? Na, weniger als vorher und mehr als genug! Wer braucht schon genaue Pläne?
Die Technik hat uns im Griff! Statt Genuss gibt’s jetzt Kalorienbuchhaltung und Schrittprotokolle. Statt mit dem Kaffee den Tag zu begrüßen, diskutiert man mit der Uhr über Algorithmus-Genauigkeit. Aber hey, der erste Schritt zur Befreiung? Die App löschen! Oder bleibt man doch weiterhin ein Zahlen-Sklave mit grünem Ring?
Sechzig Kilo sind weg, aber der Kopf hinkt hinterher. Ein Essay über das „Phantomschwergewicht“ im Spiegel, die Paranoia vor zerbrechenden Stühlen und den Beamten im Gehirn, der die neuen Körpermaße einfach noch nicht abgestempelt hat.
Zahlen schaffen Klarheit, auch beim Essen. Doch warum müssen Ernährungsdaten in der Cloud landen? Aus diesem Gedanken entstand „Kennwert“: Ein Kalorien-Tracker, der konsequent auf Privatsphäre setzt. Keine Registrierung, reine lokale Speicherung, kostenlos. Ein digitales Werkzeug für alle, die ihre Bilanz kennen, aber nicht teilen wollen.
Intervallfasten klingt immer nach Fitnessstudio für Fortgeschrittene – dabei will ich nur endlich wieder den Hosenknopf zu bekommen, ohne dass er zur Gefahr für Dritte wird.
Kleidung ist mehr als Stoff – sie spiegelt unser Selbstbild wider. Nach meiner Abnahme von über 50 Kilo begann ich, meinen Stil neu zu entdecken. Vom Verstecken hinter Business-Hemden bis hin zu Jogginghosen im Meeting – ein persönlicher Weg zu mehr Selbstbewusstsein und Freiheit.
Mein Magen und ich – Fernbeziehung. Ich esse, er schweigt. Oder brummt. Oder schickt Signale, so undeutlich wie WLAN im Keller. Schwierig zu merken, wann Schluss ist. Also schaue ich auf den Teller. Und da geht der Ärger los…
Der schlimmste Gegner beim Abnehmen ist oft nicht der Alltag oder das Essen – sondern die eigene Stimme im Kopf. Dieser Text zeigt, wie ich gelernt habe, mit negativen Selbstgesprächen umzugehen und mir selbst wieder zum Verbündeten zu werden.
Kochen für eine Person ist kein Rückschritt, sondern eine Haltung. Zwischen Röstis und Joghurt, Einkaufsliste und Airfryer lerne ich: Wer für sich kocht, kann viel über sich selbst erfahren – und manchmal sogar genießen.